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10.05.2020 17:33 Alter: 96 days
Kategorie: Impulse

10. Mai 2020


Einleitung

Was ist das Wesen des Christentums? Was gehört dazu? Die tätige Nächstenliebe, die Gemeinschaft, die Weitergabe, Verkündigung und die Feier des Glaubens in den Gottesdiensten. Und das steht idealerweise in einem gesunden Einklang. Denn wenn man etwas davon überbetont, stimmt das große Ganze nicht mehr. Die junge Kirche hat das früh erkannt und gehandelt. Heute lesen wir in der Apostelgeschichte von der Beauftragung von sieben Männern, die sich besonders der tätigen Nächstenliebe widmen sollen. Auf diese Lesung fußt letztlich die Weihe zum Diakon. Tätige Nächstenliebe und Muttertag gehören auch zusammen. Allen Müttern einen herzlichen Glückwunsch. Lassen Sie sich –wenigstens heute- einmal verwöhnen.

Kyrie

Herr Jesus Christus, auf die Frage eines Pharisäers nach dem wichtigsten Gebot hast du geantwortet: du sollst Gott, den Herrn lieben. Oft denken wir nicht daran. Herr, erbarme dich

du sollst den Nächsten lieben. Oft übersehen wir, was der Nächste braucht. Christus, erbarme dich

du sollst dich selbst lieben. Oft fällt uns genau das so schwer. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, unser Vater, du hast uns durch deinen Sohn erlöst und als deine geliebten Kinder angenommen. Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben, und schenke ihnen die wahre Freiheit und das ewige Erbe. Darum bitten wir durch Jesus Christus. der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Erste Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 6,1-7)

In diesen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm, begehrten die Hellenísten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden. Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen. Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen. Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben. Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde und sie wählten Stéphanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philíppus und Próchorus, Nikánor und Timon, Parménas und Nikolaus, einen Proselýten aus Antióchia. Sie ließen sie vor die Apostel hintreten und diese legten ihnen unter Gebet die Hände auf. Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer; auch eine große Anzahl von den Priestern nahm gehorsam den Glauben an.

Antwortruf zum Mitsummen

„Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge tut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unzählig viel zu gut bis hierher hat getan“ (GL 405,1)

Zweite Lesung aus dem ersten Petrusbrief (1 Petr 2,4-9)

Schwestern und Brüder! Kommt zum Herrn, dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist! Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen! Denn es heißt in der Schrift: Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten Stein, einen Eckstein, den ich in Ehren halte; wer an ihn glaubt, der geht nicht zugrunde. Euch, die ihr glaubt, gilt diese Ehre. Für jene aber, die nicht glauben, ist dieser Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein geworden, zum Stein, an den man anstößt, und zum Felsen, an dem man zu Fall kommt. Sie stoßen sich an ihm, weil sie dem Wort nicht gehorchen; doch dazu sind sie bestimmt. Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.

Evangelium nach Johannes (Joh 14, 1-12)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philíppus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus sagte zu ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philíppus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, dann glaubt aufgrund eben dieser Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater.

Gottesdienste in unserer Pfarrei

Mit dem heutigen Sonntag endet in unserer Pfarrei St. Michael die gottesdienstlose Zeit. Ab Dienstag feiern wir zu den gewohnten Zeiten unter ungewohnten Maßnahmen wieder Gottesdienste, ergänzt um die 18.30-Uhr-Vorabendmesse in St. Marien und eine neue Abendmesse am Sonntag um 19.00 Uhr in St. Michael. Bitte kommen Sie früher als gewohnt, weil die Maßnahmen auch Zeit in Anspruch nehmen. Alles dazu im Pfarrbrief.

Gut fünfzig Impulse haben in den Wochen seit dem Gottesdienstverbot hier vorne in der Kirche gestanden und sind immer noch nachzulesen auf unserer Homepage. Mit dem heutigen Sonntag endet auch diese Form, denn „live“ Gottesdienste zu feiern, ist doch viel schöner als nur nachzulesen. Ich hoffe, Sie konnte mit den Impulsen etwas anfangen. Wenn Sie mögen, dürfen Sie mir gerne Rückmeldung geben.

Bleiben Sie gesund! Ihr Pfr. H. Lohe